By: Comments off 18. September 2019

Um vor allgemeiner Unzufriedenheit zu schützen, Fachkräfte zu binden und im besten Fall Vertrauen zur Führungsebene zu schaffen oder zu stärken, ist es manchmal ratsam im richtigen Moment eine Mitarbeiterbefragung durchzuführen.

1. Da es sich bei diesen Befragungen um Bewertungen handelt, die eingeholt werden, müssen diese freiwillig durchgeführt werden. Ohne Einwilligung fehlt die benötigte Rechtsgrundlage, um mit personenbezogenen Daten zu arbeiten.

2. Eine anonyme Mitarbeiterbefragung ist eine gute Lösung um einerseits um die freiwillige Basis zu erhöhen und andererseits die Datenschutzreform einzuhalten. Wichtig ist hierbei, dass sich keine konkrete Person identifizieren lassen kann, damit der Datenschutz gegeben ist.

3. Um das Vertrauen der Arbeitnehmer nicht zu verlieren, ist es erforderlich eine gewisse Transparenz bei der Mitarbeiterbefragung aufzuweisen. Mitarbeiter sollten genauestens informiert werden. Werden folgende Aspekte eingehalten, ist eine Transparenz gegeben.

– Ablauf: Wie ist das genaue Vorgehen?

– Wonach wird konkret gefragt?

– Wozu dient die Mitarbeiterbefragung

– Personen: Durch wen und für wen erfolgt die Erhebung und Verarbeitung der Daten

4. Einen Betriebsrat dabei zu haben, ist immer von Vorteil. Nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG hat der Betriebsrat bei der Anwendung von technischen Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen, ohnehin mitzubestimmen.

5. Um Probleme von vornherein zu vermeiden ziehen Sie bereits im Planungsstadium die/den Datenschutzbeauftragte*n hinzu.

Wichtig ist es, die richtigen Fragen zu stellen. Sie müssen neutral sein und dürfen Antworten nicht beeinflussen. Die entscheidenden Fragen nehmen Mitarbeiter mitunter unterschiedlich wahr. Um das zu vermeiden, ist eine datenschutzkonforme Umsetzung oberste Priorität.

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