By: Comments off 21. September 2019

Immer mehr Unternehmen und Arbeitgeber wählen die einfache digitale Variante um die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von ihren Arbeitnehmern zu erhalten. Auch ein Entwurf des Bürokratieentlastungsgesetzes III in § 109 Abs. 1 SGB IV soll eine künftige elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung) ermöglichen. Bisher war es auch nicht komplex, eine AU-Bescheinigung vorzulegen. Wenn der Arbeitnehmer erkrankt und die Krankheit voraussichtlich länger als drei Tage dauert, muss er dem Arbeitgeber postalisch oder persönlich eine vom Arzt ausgestellte AU-Bescheinigung einreichen.

Diese Bescheinigung enthält grundsätzlich personenbezogene Daten, wie:

  • Krankenkasse bzw. Kostenträger
  • Identifikationsdaten des Erkrankten (Name, Adresse, Geburtsdatum, Versicherten-Nr.)
  • Kostenträgerkennung
  • Arztnummer und Name des attestierenden Arztes
  • Datumsangaben der Bescheinigung (Ausstellung, Feststellung, Beginn & Ende der Arbeitsunfähigkeit)
  • Erst- oder Folgebescheinigung
  • Ursache: z.B. Arbeit
  • falls ja: zugewiesener Durchgangsarzt

Auch die elektronische AU-Bescheinigung enthält für die Krankenkasse folgende Daten:

  • Name des Erkrankten
  • Beginn und Ende der Arbeitsunfähigkeit
  • Ausstelldatum
  • Kennzeichnung als Erst- oder Folgebescheinigung

Die oben genannten Angaben wie Adresse usw. würden dann in Zukunft wegfallen. Für den Arbeitgeber sind nur die hier genannten vier Angaben wichtig, damit er weiß, dass und wie lange ein Arbeitnehmer ausfällt.

Auch eine Sperrung ist in dem Entwurf vorgesehen.

Der § 109 Abs. 2 SGB IV sagt im derzeitigen Entwurf:

„Im Falle einer Mehrfachbeschäftigung können Beschäftigte bis zum Abruf durch den Arbeitgeber gegenüber der Krankenkasse die Sperrung des Abrufes für einen oder mehrere Arbeitgeber verlangen.“

Das künftige Hilfsmittel erfolgt dann nicht nur für die Sperrung, sondern muss auch die Umsetzung von Betroffenenrechten und Löschpflichten ermöglichen.

! Es sollte außerdem eine Sicherheit der Verarbeitung gemäß Art. 32 DSGVO in den technischen und organisatorischen Maßnahmen gewährleistet sein. Sensible Gesundheitsdaten erfordern eine sichere und verschlüsselte Datenübertragung. !

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