By: Comments off 25. Oktober 2020

Es gibt teilweise harte Urteile bei DSGVO Verstößen. Der Wert des Schadensersatzes soll eine abschreckende Wirkung für andere haben.

So wurde gegen den Telekommunikationsanbieter 1 & 1 ein hartes Bußgeld verhängt. Die 1 & 1 Hotline gab die neue Handynummer eines Kunden an eine Nichtberechtigte (die Ex-Frau) heraus, als diese den Namen und Geburtsdatum ihres Ex-Mannes nannte. Dieser vermeidbare Verstoß nach Art. 32 DSGVO kostet 1 & 1 ganze 900.000 €.


Auch gegen das Modeunternehmen H & M wurde ein Bußgeld in Höhe von 35, 5 Mio € verhängt, weil das Unternehmen 2014 systematisch Profile über ihre Arbeitnehmer angelegt hatte, die sich auch weit in den Privatbereich erstreckten.


Mit über 100.000 Wohnungen  ist das Unternehmen „Deutsche Wohnen“ eines der größten deutschen Immobilienunternehmen. Nun hat die Berliner Datenschutzbeauftragte einen Bußgeldbescheid in Höhe von 14,5 Millionen Euro erlassen, weil Daten von Mietern und Ex-Mietern jahrelang im Archiv des Unternehmens zugänglich gewesen sein sollen.


Aber auch kleinere Unternehmen werden nicht verschont:

Das AG Düsseldorf verurteilte im März 2020 einen ehemaligen Arbeitgeber des Klägers zur Zahlung von 5.000 € Schadensersatz, weil das Unternehmen einen Auskunftsanspruch nicht nach den Vorgaben von Art. 15 DSGVO erfüllt habe. Der Kontrollverlust über die Daten wurde als ersatzfähiger Schaden angesehen.


So wurde ein Psychotherapeut auf 4.000 € verklagt, weil er sensible Daten unter Verletzung von Art. 9 DSGVO weitergegeben und verarbeitet hatte.


Auch eine Veröffentlichung eines Fotos eines Mitarbeiters auf einem Social-Media-Post ohne vorhandene Rechtsgrundlage führt in Lübeck zu einer Entschädigung in Höhe von 1.000 €

 

 

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